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c.2) Filmmusik der Nachkriegszeit

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Während der Nachkriegszeit traten die Elemente des Hollywood Sounds allmählich zugunsten neuer Einflüsse aus den Bereichen Jazz und Unterhaltungsmusik zurück.

Wichtige Vertreter dieses Umschwungs waren neben vielen anderen Elmer Bernstein, Ernest Gold und Lawrence Rosenthal. Zudem gab es immer mehr Komponisten, die für das konkurrierende Fernsehen arbeiteten, das seit der Entwicklung des Farbfernsehers auch immer beliebter wurde.

Zu ihnen zählen Jerry Goldsmith, Richard Rodney Bennett und John Williams. Erst Mitte der fünfziger Jahre wurde die Filmmusik als ein eigenständiges Element vom Publikum anerkannt. Die Produzenten erkannten hierin eine zusätzliche Einnahmequelle und gaben, wie schon bei den Anfängen des Tonfilms, vermehrt eingängige Melodien und Lieder in Auftrag.

Zu einem dieser Kassenschlager gehörte damals sicher „Moon River“ von Mercer/Macani aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“. Man ging schnell dazu über, Stars zu verpflichten, so z. B. Elvis oder die Beatels.

Sehr hilfreich hierbei wirkten sich auch die verbesserten Tonsysteme aus. Exemplarisch für die wachsende Beliebtheit der Filmmusik in den Sechzigern waren neben den „James Bond“ Filmen die „Spaghetti-Western von Sergio Leone mit der typisch melodramatischen Musik von Ennio Morricone, diedann zu den Markenzeichen dieser Western avancierte.

Eine mit dem Erfolg der Musik Morricones vergleichbare Wirkung erzielte Stanley Kubrick mit seinem Soundtrack zu „A clockwerk Orange“(1970-1971) und „2001-A Space Odessey“(1965-68). Er setze in seinem Sience Fiction Epos z. B. auf „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss und auf den Walzer „An der schönen Donau“ (Johann Strauß).

Neben der Renaissance des Musikfilms, so wurden 1952 „Singin´in the Rain“ gedreht oder „The Sound of Music“1965, wurden immer wieder berühmte Opernstoffe verfilmt. „Carmen“ von George Bizet wurde zwischen 1918 und 1983 gleich fünf Mal verfilmt.

Die Siebziger und Achtziger brachten einen riesengroßen Innovationsschub in Film- und Tricktechnik. Besonders erwähnenswert und repräsentativ für die Filmmusik ist hier John Williams Musik zu den „Star Wars “- Filmen von Georg Lucas. Sie zeichnet sich vor allem durch zwei klar getrennte Leitmotive aus und im Zusammenhang mit dem Bild durch sehr viel Mickey Mousing.

Heutzutage gibt es sehr viele Filmgenres, die durchaus fast gleichwertig nebeneinander existieren, daher ist auch bei der Filmmusik alles möglich, neben romantischer Musik gibt es Actionmusik sowie Nachdenkliches und Musik, passend zu Komödien.

Die Palette der repräsentativen Filmmusiken ist daher sehr groß. Besonders erwähnenswert, denke ich, ist die Musik zu „Forest Gump“ (1994,AlanSilvestri), „Pulp Fiction“ (1994, Music supervisor Karyn Rachtman) „Titanic“ (1997, James Horner), „Cruel Intensions“ (1999,verschiedene Interpreten) und „William Shakesspeare´s Romeo and Juliet“ (1996, Neele Hopper).

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