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Funktionen der Filmmusik

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Filmmusik kann viele Gefühle im Menschen hervorrufen, die Musik kann erschrecken, beruhigen, aggressiv schreien, ein Gefühl der Wärme erzeugen oder ein Gefühl des Hasses. Sie kann uns einerseits verwirren, wenn die Erwartungen, die man durch sie erhält, dem Fortgang der Geschichte nicht entsprechen, und sie kann andererseits schon im Voraus durch die schon hervorgehobene Stimmung berichten, wie der Film weiter geht. Sie ist in ihren Funktionen einfach vielschichtiger, als man glaubt, das macht sie für mich auch so interessant.

Sieht man einmal einen Film ohne Musik (nicht ohne Ton!) an, kommt er einem meist zweidimensional und nicht tiefgehend vor; es fehlt einfach die emotionale Verbindung zwischen Zuseher und Handlung. Natürlich bestätigt die Ausnahme die Regel. Es gibt den sogenannten Dogma95–Film2, der vollkommen ohne unnötigen technischen Kleinkram wie Beleuchtung auskommt. Stellt man sich irgendeine Szene vor z.B. einen langen Blick über ein altes Haus bei Sonnenuntergang, könnte ein Filmmusikkomponist die Stimmung in der Szene von völlig ausgelassen bis melancholisch sein lassen.

Durch das Fehlen der Musik könnte die Szene wohl etwas Bedrohliches, Beängstigendes an sich haben, wäre es absolut still, käme man sich wahrscheinlich einsam und allein gelassen vor.

Die gleiche Situation erlaubt also viele Möglichkeiten, sie zu beschreiben, zu bearbeiten und mit ihr umzugehen. Grob gesehen kann man zwischen drei verschiedenen Arten der Filmmusik unterscheiden:

  • Musik, die zeigt, welche Stimmung der Film hat, wo er spielt, worum es geht
  • Musik, die auf Zusammenhänge hinweist
  • Musik, die im Zuschauer Verwirrung auslöst und Widersprüche erzeugt.

 

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© Text & Foto Copyright by Claudia Knupfer & Hubl Greiner 2001/2009
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