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> Geschichte Filmmusik > Stimmung des Films

Die Stimmung des Films

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„Police Academy“ ist eine mehr oder weniger ernst zu nehmende Slapstick-Sammlung tiefsten Humors, die es immerhin auf sechs für mich arg quälende Sequels gebracht hat. Im Teil IV („Police Acadamy“, 1986, Marc Folk) der Ulkreihe steht einer der dämlich dargestellten Kadetten unter der Dusche. Er bemerkt einen Schatten vor dem Duschvorhang, dieser hält etwas Spitzes in der Hand; soviel kann man erkennen. Der Kadett schreit vor Angst auf, irgendwie löst sich der Duschvorhang... Es ist ein Kollege, der ihm Zahnpasta anbieten wollte.

Nicht sonderlich aufregend, oder? Aber als Zuschauer sieht man bzw. hört man mehr, denn nichts anderes als die berühmten Scratch-Geigen, die die Duschszene aus Hitchcocks „Psycho“ (Bernard Herrmann,1960) unvergeßlich machten, begleiten die Szene. Der Zuschauer kennt diese und stellt sich schon im Voraus auf einen blutigen Mord ein. Hier wurde Stimmung erzeugt und das nur durch eine signifikante Melodie. Aber Filmmusik kann noch mehr als einem einen kurzen Schauer über den Rücken laufen lassen.

Am Anfang eines Films kann die Musik schildern, in welchem Milieu man sich befindet und wo und vor allem zu welcher Zeit er spielt. Man kann schon im Vorspann herausfinden, welchem Thema der Film untergeordnet ist (Liebesfilm, Thriller, (Anti-) Kriegsfilm).

Die Musik kann den Zuseher buchstäblich durch den Film jagen und ihm bis zum Ende den Atem rauben, ohne auch nur eine Andeutung zu machen, wie es ausgeht. Sie ist fähig, dem Zuschauer mehr zu erzählen, als tausend Bilder es könnten und trotzdem ist sie ohne Bilder oft schwer verständlich.

Kurz, sie schafft die Atmosphäre, die Stimmung, die der Film verlangt. Wie die Scratch- Geigen aus „Psycho“ einen erschauern lassen, so tut das auch das Thema des Darth Vader (der Böse) aus den Filmen „Star Wars“(I, IV-VI). Hier hört man das Unheil verkündende Signet sogar schon aufklingen, als Vader noch ein Kind ist, ganz leise, doch es zeigt, dass Vaders Weg noch sehr dunkel und düster sein wird und dass er keineswegs der süße kleine Bengel bleiben wird.

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© Text & Foto Copyright by Claudia Knupfer & Hubl Greiner 2001/2009
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