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Entstehung

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„Komposition für den Film" wurde zwischen 1940 und 1944 im amerikanischen Exil im Zusammenhang meherer verschiedener Forschungsprojekte der Rockefeller Foundation verfaßt. Hanns Eisler wurde die Leitung „Film Music Projects" übertragen, während Adorno innerhalb des „Princeton Radio Research Projects" arbeitete. Obwohl an unterschiedlichen Stellen engagiert, taten sich beide Autoren zusammen. „Es lag nahe, daß die Autoren, die mit ihrer praktisch- und theoretisch-musikalischen Arbeit seit vielen Jahren wechselseitig genau vertraut sind, sich verbanden, um einiges zu formulieren" (S. 9), schreiben sie in der Vorrede des Buches.

Damit löste sich der Inhalt des Buches von seinem eigentlichen Entstehungsanlaß. Das ursprüngliche „Film Music Project" wird allein im entsprechenden Kapitel abgehandelt. Das „Project" war „zunächst mehr auf praktische Experimente als auf Theorie" (S. 110) ausgerichtet. Erst danach erfolgte die theoretische Auswertung der praktischen Erfahrungen. Der Inhalt von „Komposition für den Film" reicht von soziologischen Erwägungen bis zu einem praktischen Experiment, der Musik „14 Arten den Regen zu beschreiben" von Hanns Eisler.

Es war keineswegs beabsichtigt „etwa eine Übersicht über die gegenwärtige Filmmusik und ihre Richtungen zu geben" (S. 9). Die spätere Publikationsgeschichte selbst besitzt kriminalistische Züge. Gestritten wurde darum wer maßgeblich das Buch verfaßte, wer wann und aus welchem Grund Streichungen und Hinzufügungen vorgenommen hatte. Für die Bedeutung des Buches ist es allerdings zweitrangig, wer den Löwenanteil der Arbeit und der Formulierung trug.

© Martin Hufner

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